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angelika fischer-menshausen diplom restauratorin VDR
Aktuelles Projekt:
Dokumentations- und Freilegearbeiten von Wandmalereien im Mariendom zu Hamburg ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Auftraggeber: Metropolitankapitel in Hamburg Vertreten durch Herrn Domprobst Nestor Kuckhoff Danzigerstr. 52 a 20099 Hamburg Begleitet durch Architektur und Stadtplanung Ewers Dörnen + Partner GmbH Graumannsweg 69 22087 Hamburg Und durch das Denkmalschutzamt Hamburg Ab November 2007 Freilege- und Dokumentationsarbeiten im Mariendom zu Hamburg- St. Georg, Danzigerstr. 52 Die Pfarrkirche von St. Marien zu Hamburg wird auf Grund von Zusammenlegungen von mehreren Bistümern zu einem Dom umgestaltet. Die Kirche ist 1893 erbaut worden, stand dann ohne Innenbemalung bis 1920 und wurde in den 20er Jahren komplett ausgemalt. Es existieren nur wenige Fotos aus der Entstehungszeit. In den 60er sowie den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts sind die Malereien überstrichen worden. Bei den aktuellen Bauarbeiten werden einige Wandbereiche mit Malereien, die bis jetzt noch nicht dokumentiert worden sind, Konsolidierungsmaßnahmen zum Opfer fallen müssen. Auf Wunsch des Denkmalschutzamtes Hamburg sind stichprobenartige Freilegefenster angelegt worden, um die darunter liegenden Wandmalereien sichtbar werden zu lassen. Diese Bereiche werden umfangreich dokumentiert. Neben einer fotografischen Dokumentation werden alle Motive abgepaust und dann zeichnerisch maßstäblich dargestellt. Teile der Wandmalereien, vier Szenen aus dem Marienleben, werden jetzt von uns freigelegt, damit sie Zeugnis ablegen können von der Epoche der 20er Jahre, als der gesamte Innenraum ausgemalt war. Die anderen Sichtfenster werden nach ihrer Dokumentation mit Japanpapier überklebt, so dass sie später wieder bei Bedarf freigelegt werden können. Bei den Szenen aus dem Marienleben handelt es sich um die Flucht nach Ägypten, Verkündigung, Geburt und Kreuzabnahme. Durch die Übermalungen sind sie in ihrer Farbigkeit beträchtlich reduziert, aber sonst in einem guten bis sehr guten Zustand. Unsere Aufgabe besteht neben den konservatorischen und restauratorischen Maßnahmen wie Freilegung der Mariendarstellungen (mechanisch und chemisch), Hinterfüllen der Hohlstellen, Entsalzen und partieller Festigung der freigelegten Malereien vornehmlich darin, die historischen Gemälde mit der modernen Neugestaltung des Innenraums harmonisch zu verbinden. Dies gelingt uns durch einen transparenten, reversiblen Überzug mit einem besonderen Ocker, der lasierend mit Methocel als Bindemittel aufgetragen wird. Die sehr wenigen Fehlstellen werden, soweit sie ästhetisch stören, mit einer leichten Lasur aus Aquarell in der "acqua sporca" Manier (schmutziges Wasser) retuschiert. Die Arbeiten wurden begleitet durch das Denkmalschutzamt Hamburg Mitarbeiter: Illa Clesius, Restauratorin Dipl. Ing. Gunda Drephal Stephanie Silligmann, Dipl.- Restauratorin Gaby Riepshoff, Gesellin für Maler und Lackierarbeiten, Praktikantin Carolin Rübel, Praktikantin, Hamburger Modell Marina Langner, Praktikantin Ausführungszeitraum: Dezember 2007- April 2008 Bischofskirche in neuem Glanz - Welt online vom 22.11.2008 |