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angelika fischer-menshausen diplom restauratorin VDR
Konservierung und Restaurierung einer
barocken Holzbalkendecke aus ehemals Grimm 31, Hamburg-Altstadt, jetzt HamburgMuseum (Museum für Hamburgische Geschichte) Holstenwall
![]() ![]() Auftraggeber HamburgMuseum, unterstützt wurde das Projekt durch die Stiftung
Denkmalpflege, Dragonerstall 13, 20355Hamburg, in Zusammenarbeit mit dem Denkmalschutzamt Imstedt 20, 22089 Hamburg Konservierung und Restaurierung einer barocken Holzbalkendecke aus dem nicht mehr existierenden Teil der Straße Grimm in Hamburg-Altstadt, jetzt eingebaut in das HamburgMuseum. Die Maßnahme war ein Projekt des Hamburger Modells (Praktikantenausbildung) in Zusammenarbeit mit dem Denkmalschutzamt Hamburg und zwei Diplom-Restauratorinnen. Das Mitte des 17. Jahrhunderts entstandene Objekt besteht aus etwa 65 Holzbohlen mit in Temperafarben ausgeführter Rankenmalerei und reizvollen Drolerien. Unsere Aufgabe bestand vornehmlich in der Konservierung, aber auch in der Restaurierung der Malereien, denn viele der Szenen waren durch eine starke Verschmutzung kaum zu erkennen und zum Teil durch Haftungsverlust deutlich reduziert, so dass die Lesbarkeit beeinträchtigt war. Durch eine Kompressenmethode wurden die Bretter gereinigt und gleichzeitig die fragile und pudernde Malschicht mit Methylcellulose gefestigt. Die kaum noch erkennbaren Szenen wurden durch Retuschen in "Acqua sporca" Manier ("schmutziges Wasser") und "Selezione cromatica" wieder lesbar gemacht. "Acqua sporca" ist italienisch und bedeutet "schmutziges Wasser", was beinhaltet, dass die Fehlstellen nur mit einem schwach eingefärbten Wasser retuschiert werden. Ziel ist es, dass sie nicht mehr als ästhetisch störend empfunden werden, aber noch als solche erkennbar sind. Die Arbeiten wurden von folgenden Personen ausgeführt: Angelika Fischer-Menshausen Brigitte Uhrlau, Diplom-Restauratorin für Möbel- und Holz, Jersbek bei Hamburg Sinje Kollan, Praktikantin Jenny Niberle Praktikantin Die Decke war für die Restaurierung ausgebaut worden und wurde in der Werkstatt des Denkmalschutzamtes Hamburg von Sept. 2006 bis Juli 2007 bearbeitet. |